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Parkettboden richtig wählen

Geschrieben von Benjamin Messer | 16.10.26, 12:28

Sie stehen vor einer grossen Entscheidung: Ein neuer Parkettboden soll in Ihre Eigentumswohnung oder Ihr Haus einziehen. Doch bei der Vielfalt an Holzarten, Aufbauten und Verlegemethoden fällt die Wahl nicht leicht. Welches Parkett hält Jahrzehnte, passt zu Ihrer Fussbodenheizung und sieht dabei noch gut aus?

In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Parkettarten es gibt, worauf Sie bei der Qualität achten sollten und wie Sie den richtigen Boden für Ihre Wohnsituation finden. Messer Wohnen AG begleitet Sie mit fundiertem Fachwissen und persönlicher Beratung durch diesen Entscheidungsprozess.

Key Takeaways: Parkettboden richtig wählen

  • Mehrschichtparkett eignet sich dank Formstabilität besonders für Fussbodenheizungen in Wohnungen.
  • Die Nutzschichtdicke bestimmt, wie oft ein Parkett abgeschliffen und damit erneuert werden kann.
  • Eiche, Esche und Nussbaum zählen zu den beliebtesten und langlebigsten Holzarten für Parkettböden.
  • Messer Wohnen AG bietet fachkundige Bodenberatung mit Musterservice und professioneller Verlegung aus einer Hand.
  • Vollflächig verklebtes Parkett reduziert Raumschall und verlängert die Lebensdauer des Bodens erheblich.

Welche Parkettarten gibt es?

Parkett lässt sich grundsätzlich in zwei Hauptkategorien einteilen: Massivparkett und Mehrschichtparkett. Diese Unterscheidung beeinflusst den Aufbau, die Verlegung, die Lebensdauer und die Eignung für verschiedene Wohnsituationen.

Massivparkett: Die langlebige Variante

Massivparkett besteht durchgehend aus einer einzigen Holzart. Mit einer Dicke von 8 bis 22 mm bietet es eine besonders starke Nutzschicht. Das bedeutet: Sie können diesen Boden über seine Lebensdauer hinweg vier- bis sechsmal abschleifen lassen.

Nach der Verlegung wird Massivparkett geschliffen und anschliessend geölt oder versiegelt. Diese Methode ermöglicht eine individuelle Oberflächenbehandlung, die exakt auf den Raum abgestimmt wird.

Gemäss der Interessengemeinschaft Schweizer Parkettmarkt (ISP) kann Massivparkett bei guter Pflege 60 bis über 100 Jahre halten. Es eignet sich besonders für Räume ohne Fussbodenheizung, da es stärker auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen reagiert als andere Bodenbelagsarten.

Mehrschichtparkett: Formstabil und vielseitig

Mehrschichtparkett (auch Fertigparkett genannt) hat einen mehrlagigen Aufbau: eine Echtholz-Nutzschicht von 2 bis 6 mm auf kreuzweise verleimten Trägerschichten. Durch diese sogenannte Absperrung arbeitet das Holz deutlich weniger bei Klimaschwankungen.

Diese Eigenschaft macht Mehrschichtparkett zur bevorzugten Wahl für Räume mit Fussbodenheizung. Je nach Nutzschichtdicke lässt sich der Boden ein- bis dreimal abschleifen. Die Lebensdauer liegt bei fachgerechter Pflege zwischen 30 und 50 Jahren.

Ein weiterer Vorteil: Mehrschichtparkett wird werkseitig bereits oberflächenbehandelt geliefert. Sie können den Boden also schneller nutzen als bei Massivparkett, das erst nach der Verlegung behandelt wird.

Clic-Parkett: Für schnelle Verlegung

Clic-Parkett ist eine Unterform des Mehrschichtparketts mit einem speziellen Verbindungssystem. Es wird schwimmend verlegt, also ohne Kleber oder Nägel auf den Untergrund gelegt. Diese Methode eignet sich für Mietwohnungen, weil der Boden bei einem Umzug wieder demontiert werden kann.

Beachten Sie: Schwimmend verlegtes Parkett erzeugt mehr Raumschall als ein verklebter Boden. Wenn Sie in einer Eigentumswohnung leben, sollten Sie diesen Punkt bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen. Die Lebensdauer ist zudem etwas kürzer, da sich die nicht fixierten Dielen über die Jahre gegeneinander verschieben können.

Welche Holzarten eignen sich für Parkettboden?

Die Wahl der Holzart beeinflusst Optik, Haltbarkeit und Pflegeaufwand Ihres Parkettbodens. In der Schweiz haben sich einige einheimische Hölzer besonders bewährt. Die Schweiz weist im europäischen Vergleich einen der höchsten Pro-Kopf-Verbräuche von Parkett auf.

Eiche: Der Allrounder

Eichenholz ist die mit Abstand beliebteste Wahl für Parkettböden in der Schweiz. Es zeichnet sich durch eine hohe Härte aus, hat eine geringe Feuchtigkeitsempfindlichkeit und bietet eine zeitlose Optik. Eichenparkett passt zu nahezu jedem Einrichtungsstil.

Die Brinell-Härte von Eichenholz liegt bei etwa 34 N/mm². Das macht es widerstandsfähig gegen Druckstellen von Möbeln und Absatzschuhen. Zudem eignet sich Eiche auch für den Einsatz in Küchen, sofern die Oberfläche entsprechend behandelt ist.

Nussbaum: Eleganz mit warmem Farbton

Nussbaumholz besticht durch seinen dunkelbraunen, warmen Farbton. Die Holzart ist hart, stabil und hat ein gutes Quell- und Schwindverhalten. Nussbaum-Parkett wirkt besonders in grossen Wohnräumen elegant und bringt eine warme Grundstimmung in den Raum.

Mit einem radialen Schwindmass von 0,20 % pro Prozent Holzfeuchteänderung liegt Nussbaum im Mittelfeld der einheimischen Hölzer. Das ist für den Einsatz in beheizten Wohnräumen gut geeignet.

Esche: Hell und widerstandsfähig

Eschenholz überzeugt durch seine helle Farbe und eine ausgeprägte Maserung. Es ist vergleichbar hart wie Eiche und damit sehr widerstandsfähig gegen Alltagsbelastungen. Eschenparkett bringt Helligkeit in Räume und passt gut zu modernen Einrichtungskonzepten.

Das tangentiale Schwindverhalten der Esche ist mit 0,33 % etwas höher als bei Ahorn. In Räumen mit stabiler Luftfeuchtigkeit stellt das kein Problem dar.

Ahorn und Kirsche: Spezialisten für besondere Ansprüche

Ahorn bietet mit einem radialen Schwindmass von 0,15 % das geringste Quell- und Schwindverhalten unter den einheimischen Hölzern. Das macht ihn ideal für Räume mit Fussbodenheizung. Seine helle, gleichmässige Optik passt zu minimalistischen Einrichtungen.

Kirschholz hat einen warmen, rötlichen Ton und ein feines Erscheinungsbild. Es reagiert allerdings empfindlicher auf UV-Licht und dunkelt im Laufe der Zeit nach. Wenn Sie Kirschparkett in Betracht ziehen, berücksichtigen Sie die Sonneneinstrahlung im Raum.

Wie erkennen Sie Qualität bei Parkettboden?

Nicht jedes Parkett, das optisch ansprechend wirkt, hält auch, was es verspricht. Um langfristig Freude an Ihrem Boden zu haben, lohnt sich ein genauer Blick auf die Qualitätsmerkmale.

Nutzschichtdicke als Qualitätsindikator

Die Nutzschicht ist die oberste Holzschicht des Parketts. Erst ab einer Dicke von 2,5 mm darf sich ein Boden nach EN-Normen und SIA-Richtlinien überhaupt „Parkett" nennen. Böden mit dünnerer Deckschicht gelten als Furnier- oder Echtholzböden.

Für eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten empfehlen Fachleute eine Nutzschicht von mindestens 3 bis 4 mm. Je dicker die Nutzschicht, desto öfter kann der Boden abgeschliffen werden. Pro Schleifvorgang gehen etwa 0,5 bis 0,7 mm Holz verloren.

Trägerschicht und Aufbau

Bei Mehrschichtparkett ist die Trägerschicht unter der Nutzschicht entscheidend für die Formstabilität. Hochwertige Träger bestehen aus mehreren kreuzweise verleimten Holzlagen, typischerweise aus Birken- oder Fichtensperrholz.

Diese Konstruktion sorgt dafür, dass die Diele bei Feuchtigkeitsschwankungen weniger arbeitet. Je mehr Lagen die Trägerschicht hat und je hochwertiger der verwendete Leim ist, desto stabiler verhält sich die Diele über die Jahre.

Achten Sie darauf, dass Nutz- und Trägerschicht sauber miteinander verleimt sind. Sichtbare Spalten oder Ablösungen an den Kanten weisen auf minderwertige Verarbeitung hin.

Oberflächenbehandlung: Geölt oder versiegelt?

Geölte Oberflächen bewahren die natürliche Haptik des Holzes. Sie benötigen regelmässige Pflege, lassen sich aber bei Kratzern leicht lokal ausbessern. Versiegelte (lackierte) Oberflächen sind pflegeleichter im Alltag, müssen bei Beschädigungen allerdings grossflächig abgeschliffen und neu behandelt werden.

Beide Varianten beeinflussen den Wärmedurchlasswiderstand nicht wesentlich. Die Wahl zwischen Öl und Lack hängt also vor allem von Ihren Pflegevorlieben und ästhetischen Wünschen ab.

Eine dritte Option ist gewachstes Parkett. Es bietet eine natürliche Optik ähnlich wie Öl, benötigt aber eine intensivere Pflege. In der Schweiz wird gewachstes Parkett seltener eingesetzt als geöltes oder versiegeltes.

Verarbeitung und Herkunft prüfen

Saubere Kanten, eine ebenmässige Patina und passgenaue Nut-Feder-Verbindungen sind Zeichen guter Verarbeitung. Hervorstehende Holzfasern, übermässiger Einsatz von Füllmaterial oder ungleichmässige Dielenstärken deuten auf Qualitätsmängel hin.

Bei der Herkunft gilt: Parkett aus europäischer Produktion unterliegt in der Regel strengeren Qualitätsstandards als importierte Ware. Falls Sie Tropenhölzer in Betracht ziehen, achten Sie auf eine FSC-Zertifizierung für nachhaltige Forstwirtschaft.

Messer Wohnen AG arbeitet nach SIA-Normen und den Branchenbedingungen der Fachverbände. Das gibt Ihnen die Sicherheit, dass Materialien und Verlegung geprüften Standards entsprechen.

Welche Verlegemethode ist die richtige?

Die Verlegemethode hat direkten Einfluss auf Schallverhalten, Lebensdauer und Eignung für Fussbodenheizungen. In der Schweiz kommen zwei Methoden zum Einsatz.

Vollflächiges Verkleben

Beim vollflächigen Verkleben wird jede Diele mit speziellem Parkettkleber auf dem Untergrund befestigt. Diese Methode bietet den geringsten Raumschall und den besten Wärmedurchlass bei Fussbodenheizungen.

Gleichzeitig verlängert sie die Lebensdauer, weil die Dielen sich kaum gegeneinander verschieben. Scherkräfte zwischen den Brettern werden durch den Kleber aufgefangen. Bei Messer Wohnen AG übernehmen gelernte Boden- und Parkettleger die fachgerechte Verlegung.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Der Untergrund muss vor der Verklebung plan und trocken sein. Restfeuchtigkeit im Estrich kann dazu führen, dass sich der Kleber nicht richtig verbindet. Eine professionelle Feuchtigkeitsmessung vor der Verlegung schützt vor späteren Problemen.

Schwimmende Verlegung

Bei der schwimmenden Verlegung werden die Dielen nur miteinander verbunden, aber nicht mit dem Untergrund fixiert. Diese Methode geht schneller und der Boden lässt sich bei Bedarf rückstandsfrei entfernen.

Der Nachteil: Schwimmend verlegtes Parkett hat eine höhere Schallübertragung im Raum und eine etwas kürzere Lebensdauer als verklebtes Parkett. Zudem ist der Wärmedurchlass bei Fussbodenheizungen schlechter, weil die Luftschicht zwischen Boden und Parkett isolierend wirkt.

In Mietwohnungen kann die schwimmende Verlegung dennoch sinnvoll sein. Der Boden lässt sich beim Auszug ohne Rückstände entfernen und in einer neuen Wohnung erneut verlegen.

Parkettboden und Fussbodenheizung: Was Sie beachten sollten

Fussbodenheizungen sind in Schweizer Neubauten Standard. Die gute Nachricht: Die allermeisten Parkettböden lassen sich problemlos darauf verlegen. Einige Punkte sollten Sie dennoch berücksichtigen.

Geeignete Holzarten und Aufbauten

Für Fussbodenheizungen empfiehlt sich ein Mehrschichtparkett aus Holzarten mit geringem Quell- und Schwindverhalten. Eiche, Nussbaum, Esche und Ahorn eignen sich besonders. Massivparkett kann auf Fussbodenheizungen funktionieren, reagiert aber empfindlicher auf Temperaturschwankungen.

Entscheidend ist neben der Holzart auch die Gesamtdicke des Aufbaus. Dünnere Parkettdielen lassen mehr Wärme durch als dicke. Ein Mehrschichtparkett mit einer Gesamtstärke von 12 bis 15 mm bietet einen guten Kompromiss zwischen Stabilität und Wärmeleitfähigkeit.

Verlegung und Wärmedurchlass

Vollflächig verklebtes Parkett liefert den besten Wärmedurchlass, weil die Dielen direkt auf dem beheizten Untergrund aufliegen. Schwimmend verlegtes Parkett mit Trittschalldämmung isoliert stärker und kann die Heizleistung spürbar reduzieren.

Achten Sie darauf, dass die Oberflächentemperatur des Parketts 27 °C nicht übersteigt. Zu hohe Temperaturen trocknen das Holz aus und können zu Verformungen oder Fugenbildung führen. Eine konstante Raumtemperatur von 20 bis 22 °C ist ideal.

Raumklima im Griff behalten

Die relative Luftfeuchtigkeit sollte ganzjährig zwischen 30 und 60 %. Starke Schwankungen führen dazu, dass sich Dielen verformen, Spalten entstehen oder sich Verklebungen lösen.

Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen oft deutlich unter diesen Wert. Ein Luftbefeuchter kann hier Abhilfe schaffen. Im Sommer hilft regelmässiges Stosslüften, überschüssige Feuchtigkeit abzuführen. Ein Hygrometer im Raum macht die Werte sichtbar.

Parkettformate im Überblick

Neben Holzart und Aufbau beeinflusst das Format des Parketts massgeblich die Wirkung im Raum. Vier Formate sind in der Schweiz besonders verbreitet.

Landhausdielen

Landhausdielen sind breit und lang. Sie erzeugen eine ruhige, grosszügige Raumwirkung mit wenigen Fugen. Dieses Format eignet sich besonders für grosse Wohnräume und offene Grundrisse. Die breiten Dielen lassen auch kleinere Räume optisch grösser wirken.

Fischgrätparkett

Beim Fischgrätmuster werden kurze Dielen im 90-Grad-Winkel zueinander verlegt. Das Ergebnis ist ein lebhaftes, klassisches Muster mit viel Charakter. Eine Variante ist das französische Fischgrät, bei dem die Dielen um 30 oder 45 Grad abgeschrägt sind.

Fischgrätparkett hat einen Vorteil in Bezug auf das Quell- und Schwindverhalten: Durch die abwechselnde Faserrichtung gleichen sich die Bewegungen der Dielen teilweise aus.

Schiffsboden

Ein Schiffsboden besteht aus kurzen, schmalen Dielen, die versetzt verlegt werden. Dieses Format erzeugt eine lebendige Optik und eignet sich für mittelgrosse Räume. Der verspielte Charakter des Schiffsbodens bringt Dynamik in den Raum.

Stäbchenparkett

Stäbchenparkett ist die klassische Parkettform mit kleinen, gleichförmigen Stäbchen. Es wird häufig in Altbauten verwendet und lässt sich in verschiedenen Mustern verlegen, etwa als Würfel- oder Flechtmuster. Die kleinformatigen Stäbchen bieten besonders viel gestalterische Freiheit.

Was kostet Parkettboden?

Die Kosten für einen Parkettboden setzen sich aus Materialpreis und Verlegekosten zusammen. Beide variieren je nach Qualität, Holzart und Verlegemethode erheblich.

Materialkosten nach Qualitätsstufe

Für ein Mehrschichtparkett in guter Qualität können Sie in der Schweiz mit Materialkosten von rund 70 bis 120 Fr. pro Quadratmeter rechnen. Hochwertige Landhausdielen oder spezielle Holzarten liegen darüber.

Sehr günstige Varianten unter 50 Fr. pro Quadratmeter haben in der Regel eine dünnere Nutzschicht und eine kürzere Lebensdauer. Auf die Gesamtnutzungsdauer gerechnet, ist ein günstigeres Parkett oft nicht die sparsamere Wahl.

Verlegekosten und Gesamtinvestition

Die Verlegekosten für professionelle Parkettleger liegen je nach Region und Verlegemethode typischerweise bei 25 bis 55 Fr. pro Quadratmeter. Inklusive Verlegung, Untergrundvorbereitung und Oberflächenbehandlung sollten Sie für ein langlebiges Parkett mit Gesamtkosten von 110 bis 180 Fr. pro Quadratmeter kalkulieren.

Bedenken Sie: Ein Parkettboden ist eine langfristige Investition. Ein gut gewähltes und fachgerecht verlegtes Parkett begleitet Sie über Jahrzehnte, ohne dass ein Ersatz nötig wird. Das unterscheidet Parkett von kurzlebigeren Bodenbelägen.

Trittschalldämmung bei Parkettboden

Trittschall ist der Lärm, der durch Schritte über den Boden in darunterliegende Räume gelangt. In Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen ist die Einhaltung der Schallschutznormen nach SIA 181 verbindlich.

Wann ist eine Trittschalldämmung nötig?

Bei Neubauten ist der Schallschutz in der Regel bereits im Aufbau des Unterlagsbodens berücksichtigt. Bei Renovationen hingegen kann eine zusätzliche Trittschalldämmung unter dem Parkett erforderlich sein, um die Normen einzuhalten.

Wenn Sie beispielsweise einen alten Teppichboden durch Parkett ersetzen, verändert sich das Schallverhalten des Raums. Lassen Sie die akustische Situation vor der Verlegung von einer Fachperson beurteilen. In unserem Ratgeber zur Raumakustik erfahren Sie mehr über Schall in Wohnräumen.

Trittschalldämmung und Fussbodenheizung

Eine Trittschalldämmung verschlechtert den Wärmedurchlass der Fussbodenheizung. Es gibt spezielle Dämmmatten, die beide Anforderungen berücksichtigen: guten Schallschutz bei möglichst geringem Wärmedurchlasswiderstand. Solche Produkte kosten mehr, rechnen sich aber durch eingesparte Heizkosten.

Nachhaltigkeit von Parkettboden

Parkett ist ein Bodenbelag aus nachwachsenden Rohstoffen. Im Vergleich zu Vinyl oder Laminat bietet Holz eine deutlich bessere Ökobilanz. Dazu kommt: Ein gut gepflegter Parkettboden hält Jahrzehnte und kann am Ende seines Nutzungszyklus umweltschonend entsorgt werden.

Achten Sie beim Kauf auf die Herkunft des Holzes. Europäische Hölzer wie Eiche, Esche oder Nussbaum haben kürzere Transportwege als tropische Edelhölzer. Wenn Sie Tropenhölzer bevorzugen, ist eine FSC-Zertifizierung ein wichtiges Kriterium für nachhaltige Forstwirtschaft.

Messer Wohnen AG setzt auf langlebige, nachhaltige Produkte und arbeitet mit Herstellern zusammen, die auf verantwortungsvolle Holzgewinnung Wert legen.

Schritt für Schritt zum richtigen Parkettboden

Die Wahl des richtigen Parketts folgt einem klaren Ablauf. Diese Schritte helfen Ihnen, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

  1. Raumanalyse: Klären Sie, in welchen Räumen der Boden verlegt werden soll. Gibt es eine Fussbodenheizung? Wie stark wird der Boden beansprucht?
  2. Budget definieren: Legen Sie einen Rahmen fest und planen Sie einen Spielraum nach oben ein. Qualitativ höherwertiges Parkett rechnet sich über die Nutzungsdauer.
  3. Holzart wählen: Entscheiden Sie sich anhand von Härte, Farbton und Quell-/Schwindverhalten für die passende Holzart.
  4. Format festlegen: Landhausdielen, Fischgrät oder Schiffsboden? Das Format beeinflusst die Raumwirkung erheblich.
  5. Qualität prüfen: Achten Sie auf Nutzschichtdicke, Trägerschicht und Verarbeitung. Lassen Sie sich Muster zeigen und nehmen Sie diese mit nach Hause.
  6. Verlegemethode bestimmen: Verklebt oder schwimmend? Bei Eigentum und Fussbodenheizung empfiehlt sich die vollflächige Verklebung.
  7. Fachberatung einholen: Nutzen Sie eine persönliche Beratung, um offene Fragen zu klären und Muster in Ihren Räumen zu testen.

Bei Messer Wohnen AG können Sie in der grossen Bodenausstellung verschiedene Parkettarten sehen, anfassen und vergleichen. Auf Wunsch bringen wir Muster auch zu Ihnen nach Hause, damit Sie die Wirkung bei Ihrem eigenen Licht beurteilen können.

Parkettboden richtig pflegen

Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer Ihres Parketts erheblich. Die gute Nachricht: Der Aufwand ist überschaubar, wenn Sie einige Grundregeln beachten.

Regelmässige Reinigung

Saugen Sie Ihren Parkettboden wöchentlich mit einem Staubsauger und Bürstenaufsatz. Zwei- bis dreimal pro Monat sollten Sie zusätzlich feucht wischen. Verwenden Sie dafür ein Baumwolltuch und ein für Parkett geeignetes Reinigungsmittel.

Mikrofasertücher sollten Sie vermeiden, da deren Fasern die Oberfläche mikroskopisch zerkratzen. Über Monate hinweg entsteht so eine sichtbare Mattierung, die nur durch Anschleifen behoben werden kann.

Geöltes Parkett nachpflegen

Geölte Böden profitieren von einer regelmässigen Nachpflege mit speziellen Pflegeölen. So bleibt die Schutzschicht intakt und das Holz erhält ausreichend Feuchtigkeit zurück. Bei stärkerer Beanspruchung empfiehlt sich alle paar Jahre eine professionelle Auffrischung mit Intensivreiniger und anschliessendem Nachölen.

Versiegelte Böden benötigen weniger häufige Pflege, sollten aber alle 6 bis 10 Jahre komplett abgeschliffen und neu versiegelt werden.

Kratzer und Beschädigungen vermeiden

Legen Sie unter Stuhlbeine und Möbelfüsse Filzgleiter. In Eingangsbereichen sorgt ein Abtreter dafür, dass Steinchen und Schmutz nicht auf das Parkett gelangen. Zimmerpflanzen sollten nie direkt auf dem Holzboden stehen, sondern immer auf einem ausreichend grossen Unterteller.

Bei geöltem Parkett lassen sich kleine Kratzer oft mit einem Retuschierstift in der passenden Holzfarbe kaschieren. Tiefere Beschädigungen erfordern eine lokale Nachbehandlung mit Schleifen und Nachölen.

Parkettboden renovieren: Wann lohnt es sich?

Ein Parkettboden, der stumpf oder zerkratzt wirkt, muss nicht zwingend ersetzt werden. Oft reicht eine Renovation, um den Boden wie neu aussehen zu lassen. Dabei wird die oberste Holzschicht abgeschliffen und anschliessend neu behandelt.

Ob und wie oft Sie Ihr Parkett renovieren können, hängt von der verbleibenden Nutzschichtdicke ab. Nicht alle Parkettarten lassen sich gleich gut aufarbeiten: Strukturierte oder stark gefaste Oberflächen sind nach dem Schleifen nicht mehr reproduzierbar.

Messer Wohnen AG beurteilt Ihren bestehenden Holzboden vor Ort und berät Sie, welche Renovationsmöglichkeiten in Frage kommen. Allein der Besuch verpflichtet Sie zu nichts.

Fazit: So wählen Sie den richtigen Parkettboden in der Schweiz

Die Wahl eines Parkettbodens ist eine Entscheidung, die Ihr Zuhause über Jahrzehnte prägt. Nehmen Sie sich die Zeit, Holzart, Format, Qualität und Verlegemethode sorgfältig aufeinander abzustimmen. Ein Parkett, das zu Ihrer Wohnsituation und Ihren Pflegegewohnheiten passt, bereitet Ihnen langfristig Freude.

Lassen Sie sich persönlich beraten. Im über 1'000 m² grossen Showroom von Messer Wohnen AG in Bellach bei Solothurn können Sie verschiedene Parkettarten, Holzfarben und Formate direkt erleben. Wenn Sie mögen, kommen Sie in Begleitung Ihres Architekten oder Bauleiters vorbei. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.

Einen Beratungstermin reservieren Sie telefonisch, per E-Mail oder direkt über unsere Kontaktseite.

FAQs zum Thema Parkettboden

Welches Parkett eignet sich für Fussbodenheizung?

Mehrschichtparkett ist die empfohlene Wahl für Fussbodenheizungen. Der mehrlagige Aufbau macht die Dielen formstabil bei Temperaturschwankungen. Holzarten wie Eiche oder Ahorn reagieren besonders wenig auf Wärme. Messer Wohnen AG berät Sie, welche Kombination aus Holzart und Verlegung zu Ihrer Heizung passt.

Wie lange hält ein Parkettboden bei normaler Nutzung?

Ein Parkettboden guter Qualität hält bei sachgerechter Pflege 30 bis 50 Jahre. Massivparkett kann sogar 60 bis über 100 Jahre überdauern. Die Lebensdauer hängt von der Nutzschichtdicke, der Holzart und der regelmässigen Reinigung ab.

Was ist der Unterschied zwischen Massivparkett und Mehrschichtparkett?

Massivparkett besteht durchgehend aus einer Holzart und kann häufiger abgeschliffen werden. Mehrschichtparkett hat einen mehrlagigen Aufbau mit kreuzweise verleimten Trägerschichten, der das Holz formstabiler macht. Für Fussbodenheizungen ist Mehrschichtparkett besser geeignet.

Wie pflege ich meinen Parkettboden richtig?

Saugen Sie den Boden wöchentlich und wischen Sie ihn zwei- bis dreimal pro Monat feucht mit einem Baumwolltuch. Verwenden Sie ein parkettgeeignetes Pflegemittel. Messer Wohnen AG empfiehlt, Mikrofasertücher zu vermeiden und Möbel mit Filzgleitern auszustatten.

Sollte Parkett geölt oder versiegelt werden?

Geöltes Parkett bewahrt die natürliche Holzoptik und lässt sich bei Kratzern lokal ausbessern. Versiegeltes Parkett ist im Alltag pflegeleichter, erfordert aber bei Beschädigungen eine grossflächige Aufarbeitung. Die Wahl hängt von Ihren Pflegegewohnheiten und ästhetischen Vorlieben ab.

Kann man Parkett in Küche und Bad verlegen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Verwenden Sie eine feuchtigkeitsresistente Holzart wie Eiche und eine geeignete Oberflächenbehandlung. Messer Wohnen AG berät Sie, ob Parkett für Ihre Nassbereiche in Frage kommt oder ob ein anderer Bodenbelag sinnvoller wäre.